Glossar

Branchen Suchkriterien

MARKTEINTRITTSBARRIEREN
Hohe Eintrittsbarrieren bedeuten, dass neue Firmen sich schwertun, in einen Wirtschaftssektor Fuß zu fassen. Niedrige Barrieren bedeuten, dass neue Firmen relativ ungehindert in eine neue Branche eintreten.
KAPITALINTENSITÄT
Vergleicht die Geldausgaben für Investitionsgüter (Anlagen, Maschinen und Geräte) mit den Ausgaben für Arbeitskräfte. IBISWorld verwendet das Abschreibungsniveau für Löhne als Proxy für die Kapitalintensität. Eine hohe Kapitalintensität liegt bei mehr als 0,333 Euro Kapital pro 1 Euro für Arbeitskräfte; eine mittlere Kapitalintensität ist zwischen 0,125 und 0,333 Euro Kapital pro 1 Euro für Arbeitskräfte angesiedelt; im niedrigen Bereich entsprechen 0,125 Euro Kapital 1 Euro für Arbeitskräfte.
KONSTANTE PREISE
Die Zahlen in der Tabelle mit Schlüsselstatistiken inklusive Prognosen wurden inflationsbereinigt. Dabei stellt das aktuelle Jahr (sprich das Erscheinungsjahr) das Basisjahr dar. Damit entfallen die durch die Kaufkraft des Euros verursachten Auswirkungen von Änderungen und es werden branchenspezifische Kennzahlen über „reales“ Wachstum und „realen“ Rückgang offengelegt. Die Inflationsbereinigungen in den Berichten von IBISWorld werden mithilfe des BIP-Deflators des Statischen Bundesamts vorgenommen.
BINNENNACHFRAGE
Ausgaben für Güter und Dienstleistungen einer Branche in Deutschland, unabhängig vom Herkunftsland. Sie wird berechnet, indem Importe und Branchenerträge zusammengezählt und Exporte abgezogen werden.
BESCHÄFTIGUNG
Die Anzahl an Vollzeit- und Teilzeitbeschäftigten sowie an Zeitarbeitern, Aushilfskräften, tätiger Geschäftsinhaber, Gesellschaftern, Managern und Führungskräften in einer Branche.
BETRIEB
Eine separat geleitete Niederlassung, die Verwaltungskonten führt. Ein Betrieb setzt sich aus einer oder mehreren Niederlassungen zusammen, die einer gemeinsamen Eigentümerschaft oder Kontrolle unterliegen.
EMPLOYMENT
Employment represents the number of working proprietors, partners, permanent, part-time, temporary and casual employees, and managerial and executive employees working for an establishment during the last pay period in the financial year. Employees absent on paid or prepaid leave are included. Sole proprietors and partnerships that do not employ others are excluded.
NIEDERLASSUNG
Als kleinste Verwaltungseinheit eines Betriebs befindet sich eine Niederlassung an einem einzelnen physischen Standort, wo die Geschäfte geführt und Dienstleistungen bzw. der Industriebetrieb erbracht werden. Mehrere Niederlassungen unter einer gemeinsamen Leitung bilden einen Betrieb.
EXPORTE
Gesamtwert der Güter und Dienstleistungen einer Branche, die von deutschen Firmen an Kunden im Ausland vertrieben werden.
IMPORTE
Gesamtwert der Güter und Dienstleistungen einer Branche, die für den Vertrieb in Deutschland im Ausland erworben werden.
BRANCHENKONZENTRATION
Ein Indikator, der auf die vier stärksten Akteure in einem Sektor verweist. Die Konzentration wird als hoch angesehen, wenn die stärksten Akteure mehr als 70 % der Branchenerträge ausmachen. Eine mittlere Konzentration verweist auf 40 % bis 70 % der Branchenerträge. Weniger als 40 % der Erträge wird als niedrig betrachtet.
BRANCHENERTRÄGE
Der Gesamtumsatz von Gütern und Dienstleistungen einer Branche (exklusive Verbrauch- und Umsatzsteuer); Produktionssubventionen; alle anderen betrieblichen Erträge von außerhalb der Firma (z. B. Kommissionserträge, Erträge aus Dienstleistungen und Reparaturleistungen sowie Einkommen aus Miete, Leasing und Vermietung). Einkünfte aus Zinsen, Lizenzgebühren, Dividenden und aus dem Verkauf von Sachanlagevermögen sind ausgeschlossen.
WERTSCHÖPFUNG DER BRANCHE
Der Marktwert der in der Branche produzierten Güter und Dienstleistungen abzüglich der Kosten für Güter und Dienstleistungen, die für die Produktion eingesetzt wurden. Die Wertschöpfung wird auch als Beitrag der Branche zum BIP beschrieben oder als Profit plus Gehälter und Abschreibung.
INTERNATIONALER HANDEL
In welchem Ausmaß sich internationaler Handel abspielt, wird von den Quoten Exporte zu Einnahmen und Importe zu Binnennachfrage bestimmt. Für Exporte/Einnahmen gelten 5 % als niedrig, 5 % bis 20 % als mittel und über 20 % als hoch. Für Importe/Binnennachfrage gelten weniger als 5 % als niedrig, 5 % bis 35 % als mittel und über 35 % als hoch.
LEBENSZYKLUS
Alle Branchen machen eine Wachstums-, Reife- und Rückgangsphase durch. IBISWorld bestimmt den Lebenszyklus einer Branche unter Berücksichtigung folgender Aspekte: Vergleich von Wachstumsrate (anhand der Wertschöpfung errechnet) und BIP; Wachstumsrate der Betriebe; wie stark verändern sich die Produkte in einer Branche; Maß an technologischem Wandel; Grad an Kundenakzeptanz hinsichtlich der Produkte und Dienstleistungen einer Branche.
NICHTERWERBS-EINRICHTUNGEN
Unternehmen, die keine Beschäftigung mit Lohn- oder Gehaltsverhältnis verzeichnen, sogenannte Nichtarbeitgeber. Sie werden vor allem von Selbstständigen gegründet.
GEWINN
IBISWorld bestimmt den Indikator für die Rentabilität eines Unternehmens aufgrund von Gewinnen vor Zinsaufwand und Steuer (EBIT). Er wird anhand der Formel Einnahmen minus Ausgaben exklusive Zinsaufwand und Steuer ermittelt.
VOLATILITÄT
Das Volatilitätsniveau ergibt sich aus dem Durchschnittswert der absoluten Umsatzveränderungen für jedes der letzten fünf Jahre. Volatilitätsniveau: Bei mehr als ±20 % liegt ein sehr hohes Volatilitätsniveau vor; ein hohes Volatilitätsniveau ist bei ±10 % bis ±20 % angesiedelt; ±3 % bis ±10 % verweist auf eine moderate Volatilität und eine niedrige Volatilität liegt bei weniger als ±3 %.
LÖHNE
Die gesamten Bruttolöhne und -gehälter aller Angestellten einer Branche. Leistungen und Zusatzkosten sind in dieser Zahl enthalten.
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